Sägewerk Marth

Unternehmen

Geschichte

Im Jahr 1928 wurde der Schildhof „Baumkirch“ von den Eheleuten Maria Zwischenbrugger und Georg Marth gekauft. Das Sägewerk erbauten sie im Jahr 1937 neu, wobei unter anderem auch Emballagen produziert wurden. Das Sägewerk bestand schon vorher, brannte aber 1918 beim Ersten Weltkrieg ab. Die eigene Stromerzeugung wurde durch ein kleines Wasserkraftwerk, angetrieben von Wasserrädern, gewährleistet. Die damalige Emballagenproduktion wurde ausschließlich händisch getätigt, bis in den 50er Jahren die erste Nagelmaschine angekauft wurde. Die Eltern Maria und Georg übergaben das Sägewerk ab 1952 an ihren Sohn Rudolf Marth.

Am 13. Dezember 1966 brannte das Sägewerk zur Gänze ab (siehe hierzu auch das Schreiben vom damaligen Bürgermeister Ignaz Auer). 1967 wurde das Sägewerk aufgrund des hohen Sachschadens neu erbaut. Nach dem Neubau des Sägewerkes wurde 1968 auch ein Trocken- und Hobelwerk errichtet um Tischlerware zu fertigen. 1976 wurde diese Tätigkeit aufgelassen und die große Blochbandsäge angekauft. In dieser Zeit wurden viele Dachstühle geschnitten; einer der ersten Kunden war das heutige „Brauhotel Martinerhof“ in St. Martin in Passeier.

Im Jahr 1979 hat der Sohn von Anna und Rudolf Marth, Georg Marth, das Sägewerk übernommen. In den frühen 80er Jahren wurden die ersten Paletten mithilfe von Luftpistolen händisch gefertigt, 1985 wurde dann die erste Palettenmaschine gekauft.

In den 90er Jahren wurde die Emballagenproduktion komplett umgestellt, da der europäische Markt andere Bemaßungen verlangte. In diesen Jahren wurde auch der eigene Lkw angekauft. Im Jahr 2003 wurde geplant das eigene kleine E-Werk zu sanieren und zu vergrößern. Im Februar 2006 wurde das erneuerte Kraftwerk in Betrieb genommen. Mit dem Einkommen aus der Stromproduktion war es möglich das Sägewerk zu renovieren und weitere Maschinen anzukaufen. Auch der Fuhrpark konnte teilweise erneuert werden. Die Paletten und Emballagen werden seitdem komplett in einer Produktionslinie gefertigt.

Der Ankauf einer Hobelmaschine im Jahr 2014 hat es uns ermöglicht auch die Dienstleistung des Hobelns wieder anzubieten. Um uns an die Kundenbedürfnisse besser anzupassen wurde im darauffolgenden Jahr in eine Trockenkammer investiert und die Zertifizierung ISPM-15 abgeschlossen um thermisch behandelte Produkte anbieten zu können.

Im Moment beschäftigt der Betrieb neben den mitarbeitenden Familienmitglieder weitere 7 Angestellte.

(Stand März 2018)